
Schauspiel
Walter Huston
Auch bekannt als: Walter Thomas Houghston, Walter Thomas Huston, Walter Houghston
Geburtsdatum
3. April 1883
Todesdatum
7. April 1950
(verstorben mit 67)
Geburtsort
Toronto, Ontario, Canada
Beliebtheit
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Biografie
Walter Huston, eigentlich Walter Houghston (* 6. April 1884 in Toronto, Ontario; † 7. April 1950 in Hollywood, Los Angeles, Kalifornien), war ein kanadischer Schauspieler, der als bedeutender Charakterdarsteller im amerikanischen Film und Theater galt. Unter Regie seines Sohnes John Huston gewann er 1949 den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in Der Schatz der Sierra Madre. Walter Huston war der Großvater von Tony, Anjelica und Danny Huston. 1924 hatte er mit dem Stück Mr. Pitt endlich seinen Durchbruch als dramatischer Schauspieler. Kurz darauf wurde er für seine sensationelle Darstellung in Desire Under the Elms von Eugene O’Neill gefeiert. Auf dem Höhepunkt seiner Broadway-Karriere schloss er sich 1929 dem Exodus nach Westen an, indem er in Hollywood sein Glück suchte. Auftritte in Gentlemen of the Press neben Kay Francis und als Abraham Lincoln in der gleichnamigen Filmbiografie von D. W. Griffith machten aus ihm einen bekannten Namen, wenn auch keinen der größten Hollywood-Stars. 1933 war er als US-Präsident in dem von William Randolph Hearst produzierten Film Zwischen heut und morgen zu sehen, der als Werbung für die Politik Franklin D. Roosevelts galt. Unzufrieden mit den Rollen, die er bekam, kehrte er zurück an den Broadway, wo er mit Dodsworth von Sinclair Lewis seinen bis dahin größten Erfolg feierte. In der Filmadaption Zeit der Liebe, Zeit des Abschieds wiederholte er 1936 unter der Regie von William Wyler seine Rolle als erfolgreicher Industrieller, der eine Lebenskrise bewältigen muss, nachdem er entdeckt hat, dass seine Frau (gespielt von Ruth Chatterton) ihn nicht mehr liebt. Für seine intensive Darstellung gewann Huston 1936 als bester Darsteller den Preis der New Yorker Filmkritiker. Einen noch größeren Erfolg als Bühnenschauspieler hatte er in dem Stück Knickerbocker Holiday, dessen Lied September Song zu Hustons Erkennungsmelodie werden sollte. Seine Filmkarriere pendelte zwischen Hauptrollen und größeren Nebenrollen. Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen seine Auftritte als Teufel in Der Teufel und Daniel Webster, einer Adaption der gleichnamigen Erzählung von Stephen Vincent Benét unter der Regie von William Dieterle, und als Geliebter von Ona Munsons Figur in Josef von Sternbergs Spätwerk Abrechnung in Shanghai. In den 1940er-Jahren war er als Schauspieler an mehreren Propagandafilmen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg beteiligt, darunter Botschafter in Moskau und The North Star, die jeweils ein eher romantisierendes Bild der stalinistischen Sowjetunion zeichneten. Auch wurde er als Erzähler einiger Kriegsdokumentarfilme verpflichtet. 1945 war er in der Agatha-Christie-Verfilmung Das letzte Wochenende als eine der Personen zu sehen, die auf eine einsame Insel gebracht und reihenweise getötet werden. 1949 gewann Walter Huston neben einem Golden Globe auch den Oscar als Bester Nebendarsteller für seine Darstellung eines erfahrenen Goldsuchers in dem Film Der Schatz der Sierra Madre unter der Regie seines Sohnes John Huston.
Fotos







Die Spur des Falken
Captain Jacoby (uncredited)
1941

Der Schatz der Sierra Madre
Howard
1948

Das letzte Wochenende
Edward Armstrong
1945

Duell in der Sonne
The Sinkiller
1946

Weisser Oleander
Ephraim Wells
1946

Die Farm der Besessenen
T. C. Jeffords
1950

Ich will mein Leben leben
Bartender (uncredited)
1942

Yankee Doodle Dandy
Jerry Cohan
1942

Der Spieler
General Ostrovsky
1949

Brother, Can You Spare a Dime?
Self (archive footage)
1975

Im Schatten des Herzens
MacKenzie Scott
1942

Zeit der Liebe, Zeit des Abschieds
Sam Dodsworth
1936

Geächtet
Doc Holliday
1943

Der Teufel und Daniel Webster
Mr. Scratch
1941

The North Star
Dr. Kurin
1943

Hollywood Out-takes and Rare Footage
Self (archive footage) (uncredited)
1983

Aufstand in Trollness
Dr. Martin Stensgard
1943

Bogart: The Untold Story
Self (archive footage)
1997

Of Human Hearts
Ethan Wilkins
1938

John Huston: The Man, the Movies, the Maverick
Self (archive footage)
1988