
Schauspiel
Adele Sandrock
Geburtsdatum
19. August 1863
Todesdatum
30. August 1937
(verstorben mit 74)
Geburtsort
Rotterdam, Netherlands
Beliebtheit
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Biografie
Adele Sandrock war das dritte Kind des deutschen Kaufmanns Eduard Othello Sandrock und der niederländischen Schauspielerin Johanna Simonetta ten Hagen . Die Eltern hatten am 20. Dezember 1860 in Amsterdam geheiratet, doch kam das erste Kind Wilhelmine Sandrock bereits am 5. Februar 1861 in Rotterdam zur Welt. Adele wuchs mit Wilhelmine und dem Bruder Christian Sandrock in Rotterdam auf und, nachdem die Ehe der Eltern am 15. November 1869 in Rotterdam geschieden worden war, ab 1870 in Berlin, wo man eine Wohnung in der Kurfürstenstraße Nr. 144 bezog. Als junges Mädchen interessierte sich Adele kaum für die Schule. Sie liebte wie ihre Mutter das Theater und wurde wegen unentschuldigten Fehlens sogar der Schule verwiesen. Der Durchbruch gelang ihr 1889 mit der Hauptrolle der Isabella in Der Fall Clémenceau von Alexandre Dumas und Armand d’Artois im Theater an der Wien. Zu ihren Stärken zählten von Anfang an moderne Rollen . Von 1889 bis 1895 spielte sie am Deutschen Volkstheater in Wien. Sie lernte 1893 den Dichter Arthur Schnitzler kennen und unterhielt mit ihm eine enge Beziehung, zwei Jahre lang waren die beiden ein Liebespaar. Die Beziehung war von Launen und von einem beständigen Wechsel der Einstellungen geprägt. In seinen Werken Reigen, Halbzwei und Haus Delorme verwendete Schnitzler seine Erinnerungen an Adele Sandrock. Ihr intimer Briefwechsel erschien 1975 als Buch. In Wien wurde Sandrock zum Bühnenstar, sorgte aber sorgte durch ihr turbulentes Privatleben und ihre Vertragsbrüche für einige Skandale. Mit dem Schriftsteller Alexander Roda Roda war sie vorübergehend verlobt. Von 1895 bis 1898 war sie wie ihre ältere Schwester Wilhelmine Sandrock am Burgtheater tätig. Über ihren Abgang schreibt Hugo Thimig am 16. Oktober 1898 in seinem Tagebuch: „Wir haben zur Abwechslung wieder eine Sandrock-Affäre. Adelchen, das wahrscheinlich günstige Anträge aus Berlin hat, will fort und macht auf lügenhafter Basis Scandal. Sie behauptete in Schnitzler's ‚Vermächtniß‘ die Mutter der Hohenfels zugetheilt erhalten zu haben. Ab 1911 übernahm sie erste Rollen in Stummfilmen. 1920 feierte sie auf der Bühne erstmals wieder größere Erfolge und spielte vor allem in Komödien mit starkem Pathos die komische Alte, prägte den Typus der starrköpfigen Schwieger- bzw. Großmutter oder der tyrannischen alten Dame.
Fotos



Dr. Mabuse, der Spieler
(uncredited)
1922

Petersburger Nächte
Gräfin Alexandra
1935
Manolescus Memoiren
Gräfin Anastasia Worutzky
1920

Glückliche Reise
Tante Henriette
1933

Helena
Hekabe
1924

Lady Hamilton
1921
Der Gefangene des Königs
Tante Sophie
1935

Zigeunerblut
Fürstin Stauffenstein
1934
Frühjahrsparade
Gräfin Burgstätten
1934

Leontines Ehemänner
Marquise von Versac
1928

Amphitryon – Aus den Wolken kommt das Glück
Jupiters Gemahlin Juno
1935
Exzellenz Unterrock
Kaiserin Elisabeth
1921

Die Försterchristl
Hofdame
1931

Der Flüchtling aus Chicago
Fräulein von Zackenthin
1934

Alles hört auf mein Kommando
Pauline Neuber
1935

Fräulein Else
Tante Emma
1929
Flitterwochen
Frau van Ternen
1936

Ihre Majestät die Liebe
Great Aunt Henriette
1933

Die große und die kleine Welt
Grandmother
1936

Malaria
1919